Der „Ich tue so, als wäre ich schon im Leben, während ich eigentlich noch im Schlafanzug durchs Zimmer geistere“-Modus.
Und ganz ehrlich?
Genau DAS ist der perfekte Samstagvormittag.
Windfinder erzählt mir Märchen von Sonne,
mein Fenster erzählt mir die traurige Wahrheit von Norddeutschland:
Grau, feucht, windig, unmotiviert.
Das Wetter ist basically mein spirit animal heute.
Also mach ich’s so:
Kaffee nachkippen
(der zweite ist immer der, der das Denken einschaltet, der erste macht nur wach genug, um Kaffee zu kochen)
Umher glotzen
(absolut essentielle Tätigkeit, wird unterschätzt, dient der Systemdiagnose)
irgendwann Zähne putzen
(wichtig für den sozialen Frieden – selbst wenn ich heute niemanden sehe)
Schlafanzug gegen ein „damit’s so aussieht als ob“-Outfit tauschen
(Shirt + Hose = offiziell Tagesmodus, egal wie gemütlich)
Mehr braucht’s nicht.
Ich muss heute niemandem gefallen.
Ich muss heute nichts abliefern.
Ich muss heute nicht 15 Stunden ackern.
Wenn ich irgendwann später sage:
„Jo… bisschen Text?“ → mach‘ ich.
„Jo… bisschen Cover?“ → mach‘ ich.
„Jo… ich glotz weiter rum.“ → auch gut.
Aber JETZT?
Zweiter Kaffee.
Gucken. Atmen. Laufen lassen.
Ich bin nicht auf der Flucht.
